Regenbogen-Schlangenkopf
Channa bleheri
Der Regenbogen-Schlangenkopf oder auch Blehers Schlangenkopffisch genannt, gehört zur Ordnung der Barschartigen und zur Familie der Schlangenkopffische. Sein natürlicher Lebensraum ist in Indien und China. Man kann diesen asiatischen Fisch mit anderen gleich großen Fischen vergesellschaften. Dabei sollte man darauf achten, dass der Schlangenkopf bei der Fütterung nicht zu kurz kommt, da er etwas schüchtern ist. Kleine Fische im Becken dienen den Schlangenköpfen als Futter. Man sollte von ihnen ein Männchen und ein Weibchen halten. Diese vertragen sich in der Regel. Ab und an kann es aber auch hier zu hemmungslosen Kämpfen kommen, bei dem das Weibchen meist den Kürzeren zieht. Bei ausreichend großem Becken kann man von ihnen auch mehrere Tiere halten. Jeder Fisch sollte dabei mindestens 100 Liter Becken für sich haben. Ansonsten ist eine Gruppenhaltung, durch permanente Beißattacken und Kämpfe untereinander, Streß für diese Fische. Von der Gruppenhaltung sollte man allerdings absehen, wenn man den Regenbogen-Schlangenkopf nachzüchten möchte.
Der Regenbogen-Schlangenkopf fällt, wie der Name schon sagt, durch eine schöne Regenbogen-Zeichnung auf und ist damit deutlich farbreicher die meisten anderen Schlangenköpfe. Das Männchen erkennt man am etwas breiteren und flacheren Kopf. Am Ende der Schwanzflossen sind beim Männchenzwei große schwarze Flecken (Augenflecken) zu erkennen. Der Körper ist insgesamt farbenprächtiger und das Rot ist kontrastreicher. Der Kopf des Weibchens ist eher zylindrisch und das Maul läuft spitz zu. Beim Weibchen überwiegt blau als Körperfärbung. Die Nachzucht ist schwierig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangenköpfen zählt der Regenbogen-Schlangenkopf nicht zu den Maulbrütern, sondern zu den freilaichenden Fischen. Vor dem Laichen sollten die Fische ausreichend angefüttert werden. In der Wildnis, im Himalaya, durchleben die Fische eine Art Winterzeit, bei der Sie den Stoffwechsel runterfahren und sich zum Beispiel unter Steinen verstecken. Erst im April, wenn Monsunregen für hohe Wasserstände sorgt, nehmen sie wieder richtig am Leben teil. Dann ist in der Regel Laichzeit. Wenn man dies im Aquarium nachspielt (mit einer Wintertemperatur von ca. 16°C bis 19°C), hat man die besten Chancen auf Nachwuchs. Hat man Erfolg, übernehmen Vater und Mutter gemeinsam die Pflege der freischwimmenden Brut.
Der Fisch sollte in einem großen, reichlich bepflanzten Aquarium mit guter Filterung gehalten werden. Jeder Fisch benötigt im großen Becken sein eigenes Versteck. Wurzeln und Steinplatten dienen dem bis zu 20 cm großen Fisch dabei einen Unterschlupf zu finden. Die oben angesprochene Winterzeit sollte man simulieren, indem die Temperaturen stark abgesenkt werden. Es gibt aber auch schon einige Erfahrungen von Aquarianern, die die Fische ohne Winterzeit halten. Als Futter sind Regenwürmer, Mehlwürmer, kräftiges Frostfutter, Insekten sowie Fischfleischstückchen optimal. Laut den Heidelberger Beschlüssen zum Tierschutz im Zoofachhandel ist der Regenbogen-Schlangenkopf für Aquarien nicht geeignet. Mittlerweile ist dieser Fisch aber in den Becken von erfahrenen Aquarianern etabliert.
Insgesamt ist die Haltung des Regenbogen-Schlangenkopfs schwer.
| Regenbogen-Schlangenkopf | |
| Lateinischer Name | Channa bleheri |
| Lebensraum | Asien |
| Ordnung der... | Sonstige |
| Familie | Schlangenkopffische |
| Größe | 20 cm |
| Aquariengröße | min. 200 Liter |
| Beckenbereich | unterer, mittlerer und oberer Beckenbereich |
| Haltung | paarweise, evtl. in der Gruppe |
| Vergesellschaftung | andere gleichgroße Fische |
| Verhalten | meist friedlich, manchmal aggressiv |
| Futter | Lebendfutter, Frostfutter |
| Temperaturbereich | 16 - 26 Grad |
| PH-Bereich | 6 - 7 |
| GH-Bereich | 1 - 10 |
| Schwierigkeitsgrad | schwer |
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© 2006 aquaristicum.de - Sven Borgmeyer
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