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Düngung von Aquarienpflanzen

Neben dem eigentlichen Fischbesatz ist ein üppiges Pflanzenwachstum oft das optische Highlight im Aquarium. Um einem möglichen Nährstoffmangel der Pflanzen entgegen zu wirken, hält der Handel Dünger in verschiedenen Formen und Farben bereit. aquaristicum zeigt, welcher Dünger in welchem Wasser wahre Wunder bewirken kann!

Die Vorraussetzung: Eine gesundes Umfeld
Nagut, Wunder ist natürlich übertrieben! Denn gesunde Wasserwerte und eine gute Bodenbeschaffenheit sind Grundvoraussetzungen und können auch nicht durch die Zugabe von Aquariendünger wettgemacht werden. Oftmals ist auch eine zusätzliche CO2-Düngung notwendig. Erst wenn die Eckpfeiler für ein gesundes Pflanzenwachstum geschaffen sind, kann die Notwendigkeit einer Wasserpflanzendüngung beobachtet werden.

Was macht Dünger?
Wasserpflanzen brauchen zum Wachsen und Gedeihen neben Licht und Kohlenstoffdioxid (CO2) verschiedene Nährstoffe, die in künstlich angelegten Biotopen wie einem Aquarium oftmals in zu geringen Mengen vorkommen. Moderne Aquariendünger gleichen den Nährstoffhaushalt aus und sorgen somit für ein besseres Pflanzenwachstum, welches wiederrum das Algenwachstum hemmt und die Wasserqualität steigert. Normaler Zimmerpflanzendünger kann nicht für Aquarien verwendet werden, da dessen Inhaltsstoffe für Wasserpflanzen kaum verfügbar und für Fische schädlich sein können.

Wie erkenne ich, ob ich überhaupt düngen muss?
Resultierend aus dem varrierendem Verhältnis von Fischen zu Pflanzen hat jedes Aquarienwasser eine andere Ausgangssituation. Aus diesem Grund hilft nur eine Langzeitbeobachtung mit allmählicher Steigerung bei der richtigen Dosierung von Aquariendünger. Die auf den Packungen angegebenen Werte dienen nur als grobe Orientierung; über kurz oder lang stellt sich heraus, wie viel Dünger das Wasser tatsächlich benötigt.

Häufigster Indikator für einen Nährstoffmangel sind langsam ausbleichende, löchrig werdende Pflanzenblätter. In diesem Zusammenhang spricht man oft von einer Eisenchlorose, also einem Mangel an Eisenvorkommen im Aquarienwasser. Eisen ist in den meisten Aquariendüngern enthalten, da es von den Wasserwerken oft entfernt wird und daher schon im Leitungswasser fehlt. Sollten trotz Düngung weiterhin die Symptome einer Eisenchlorose auftauchen, empfiehlt es sich, eine leichte und langsame Anhebung der Dosierung zu testen. Der Zielwert des Eisengehaltes von 0,1 mg je Liter lässt sich mit einem Eisentest des Aquarienwassers nachweisen.

Weitere Symptome eines möglichen Nährstoffmangels sind eine Gelbfärbung der Blätter oder Blattspitzen (oftmals Kalium- oder Stickstoffmangel) sowie ein auffällig früher oder plötzlicher Blattverlust (oftmals Phosphormangel).

Da Aquariendünger mittlerweile von der Industrie sehr weit entwickelt wurde, werden kaum noch Berichte von Schäden durch leichte Überdosierungen bekannt.

Welcher Dünger ist für mich der Richtige?
Im Handel ist fester und flüssiger Dünger verschiedener Hersteller erhältlich. Natürlich preist jeder Hersteller am liebsten sein eigenes Produkt als „das Beste“ an.

Wer sicher gehen möchte, der analysiert seine durchschnittlichen Wasserwerte über einen längeren Zeitraum. So kann man anschließend auf ein Produkt zurückgreifen, dass womöglich nur den Mangel eines Nährstoffes, beispielsweise Eisen, ausgleicht.

Generell können aber auch gute Ergebnisse mit der Anwendung von Breitbanddüngern erzielt werden. Die Entscheidung ob flüssig oder fest muss man ebenfalls für sich entscheiden. Während Flüssigdünger oftmals leichter dosierbar ist, zersetzt fester Dünger sich gleichmäßiger und erlaubt ausserdem eine gezieltere Versorgung an den Wurzeln der Pflanzen.

Anwendung von Aquariendünger
Um eine Wirkung zu erzielen muss Aquariendünger regelmäßig eingesetzt werden. Eine sichtbare Veränderung tritt in vielen Fällen bereits nach ca. 3 Wochen auf.

Früher wurde Flüssigdünger oftmals nur beim Wasserwechsel hinzugegeben. Mittlerweile hat sich aber bei vielen Aquarianern die Meinung durchgesetzt, dass eine geringere Dosierung in kleineren Intervallen eine wesentlich gleichmäßigere Nährstoffversorgung verursacht.

Fester Dünger verursacht die gleichmäßige Düngung oft alleine, da er sich wesentlich langsamer zersetzt.

Weiterführende Links
Meinungen und Erfahrungsberichte zum Thema Aquariendünger auf aquaristicum.de